Hospizarbeit - Leben mit dem Sterben
Artikel aus "Der Dom" Nr. 3 vom 22. Januar 2012
untrennbar wie Geschwister gehören Leben und Tod zusammen: Erst das sichere Wissen um die eigene Endlichkeit macht das Leben so kostbar.Wenn Menschen von einer unheilbaren, rasch fortschreitenden Krankheit betroffen sind, müssen sie sich der Frage stellen, wie sie die noch verbleibende Lebenszeit gestalten möchten: Was ist mir wichtig? Was erfüllt mein Leben noch mit Sinn? Die Malteser Hospizdienste St. Christophorus in Dortmund bieten Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, die von schwerer, lebensbedrohlicher Krankheit betroffen sind, sowie ihren Angehörigen in dieser Situation Hilfestellung. Das Team ist Ansprechpartner für all die Menschen, die Rat und Unterstützung suchen, wenn bei ihnen selbst, einem Familienmitglied, einem Freund oder im beruflichen Umfeld der Tod ins Blickfeld gerät.
Die Hilfe ist vielfältig: telefonische oder persönliche Beratung, Gruppenangebote, regelmäßige Besuche von ehrenamtlichen Mitarbeitern für den Kranken und seine Familie, und vieles mehr. Die ehrenamtlichen Frauen und Männer werden dazu bei den Maltesern intensiv geschult und weitergebildet, um den Kranken gute Wegbegleiter sein zu können. Was für den Kranken gut ist, bestimmt er dann selbst: Das kann ein Gespräch, ein gemeinsamer Spaziergang oder Theaterbesuch, spielen, eine kleine Handreichung im Haushalt oder die bloße Anwesenheit des Ehrenamtlichen sein.
Angehörige in der auch für sie belastenden Zeit der Krankheit und über den Tod hinaus in ihrer Trauer zu begleiten, ist Teil von Hospizarbeit. In Einzelgesprächen und in Gruppen erfahren Erwachsene, Kinder und Jugendliche durch die Malteser Hospizdienste einfühlsame, qualifizierte Unterstützung.
Silke Willing, Koordinatorin des ambulanten Hospiz—Palliativ-Beratungsdienstes der Malteser


